Geschichte des Fördervereins
Geschichte des Fördervereins

Nosiphiwo Beatrice Nomana – damals als Nachtwache in einem Aids-Hospiz im Township Philippi beschäftigt – las die Kinder buchstäblich von der Straße auf. Nosiphiwo betreute sie in der Wellblechhütte einer Verwandten, während die Eltern auf Arbeitssuche oder anderweitig beschäftigt waren. Bald gab sie ihnen auch täglich eine Mahlzeit.
Über die Ev. deutsche Kirchengemeinde Kapstadt lernte Nosiphiwo N. deutsche Besucher der Stadt kennen und bat diese um finanzielle Unterstützung, um den Kindern dauerhaft helfen zu können.
Zurück in Deutschland wurde dann von Irmgard Lübbert im Jahre 2009 der Förderverein SIMUNYE – WIR SIND ALLE EINS gegründet.

Wichtige Motivation für das Engagement des Fördervereins ist die Eigeninitiative der im Township lebenden Menschen. Ziele und Inhalte der Arbeit werden von den Bewohnern selbst formuliert und mit MitarbeiterInnen des Fördervereins abgestimmt.


DIE TOWNSHIPS VON KAPSTADT

Mit dem Ende der Apartheid zogen viele Millionen Landbewohner aus den östlichen Provinzen Südafrikas in die Umgebung von Kapstadt. Sie erhofften sich dort bessere Lebensbedingungen. So entstanden und vergrößerten sich von den Behörden geduldete, illegale Wohnsiedlungen.

Papp- und Wellblechhütten prägen noch heute das Bild der Townships. Strom, Wasser und Möglichkeiten der Entsorgung von Abwasser und Müll sind längst nicht in allen Townships selbstverständlich. Die Regierung hat in den vergangenen Jahren viel getan, um die Lebensbedingungen der Bewohner zu verbessern. Aufgrund von Geldmangel, Korruption und Unfähigkeit ist jedoch bisher keine umfassende Verbesserung eingetreten.

Die Lebenswirklichkeit der Menschen ist geprägt von
- Arbeitslosigkeit von 50% bis 70%
- Alkoholismus
- Gewalt
- Kriminalität
- Aids

In dieser Umgebung
- inmitten von Unrat und streunenden Tieren,
- ohne regelmäßige Ernährung,
- ohne Fürsorge und Obhut und
- vielfach auch ohne Liebe

werden die Kinder häufig von ihren Eltern sich selbst überlassen. Hier setzt unsere Hilfe ein.


ZIELE UNSERER ARBEIT

Satzungsgemäß unterstützen wir den Schutz, die Erziehung, die Bildung und die gesunde Ernährung von Kindern in den Townships von Kapstadt.

Die Unterstützung kommt einzelnen Personen und/oder sozialen Einrichtungen zugute.

Der Satzungszweck wird verwirklicht
- durch finanzielle und ideelle Unterstützung von Kindergärten und Kindertagesstätten. Die Kinder erhalten 2 gesunde Mahlzeiten täglich. Die Finanzierung der MitarbeiterInnen wird sichergestellt. Schulbedarf, Hilfsmittel und Einrichtungsgegenstände werden finanziert. Fachliche Begleitung und Ausbildung der MitarbeiterInnen sind förderungswürdig.

- durch Projekte der Gesundheitserziehung (Hygiene, Aids-Prophylaxe, medizinische Hilfe und Beratung).

- durch Förderung und Einrichtung von Unterricht. Dabei werden elementare englische Sprachkenntnisse vermittelt, damit die Kinder die Grundlagen für die Aufnahme in staatliche Schulen erwerben. Die Kinder erlangen soziale Kompetenzen, um sich in der pluralistischen südafrikanischen Gesellschaft und in den Townships besser orientieren zu können.

- durch Errichtung eines Sicherheitsrahmens. Für die Dauer des Aufenthaltes der Kinder in den von uns betreuten Einrichtungen sollen sie sicher leben können, sie erleiden keine Übergriffe und Gewalt. Notfalls werden Sicherheitskräfte finanziert.





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